
Viele virtuelle Computer-Rollenspiele – sogenannte Massive Multiplayer Online Role Play Games (MMORPG) – werden verantwortlich gemacht für eine Serienerkrankung unter jungen Männern und Frauen, die der Spielsucht verfallen ist. Vor allem in asiatischen Ländern gibt es schon eigens eingerichtete Kliniken für Menschen, die nicht mehr ohne ihre Computerspiele und die dadurch aufgebauten sozialen Kontakte und Verknüpfungen leben möchten.
Es ist auch keine Seltenheit, dass sich so mancher User so schwer an seinem Spiel aufreibt, dass er das Essen und Trinken vergisst und sodann an der Mangelernährung stirbt. Das alles sind die Probleme der modernen Gesellschaft, und es scheint so, als würden sie noch zahlreicher werden.
Denn neben den MMORPGs und natürlich auch den finanziell belastenden Online-Glücksspiele – etwa das Pokern in virtuellen Online Casinos oder andere Echtgeld-Spielräume – kommt jetzt ein Spiel auf den Online-Markt, dass die Suchtpotenziale beider Spielarten verbinden und zu einem „Überspiel“ werden soll.

Die Idee dahinter ist so einfach wie revolutionär und kommt vom englischen Spiele-Entwickler 22Cans (Facebook). Die Produzenten nennen ihr Spiel “Curiosity: What’s inside the Cube”, denn der Spieler braucht viel Neugier, um sich erst mal einlullen zu lassen.
Im Grunde genommen besteht das Spiel aus einem massiven, virtuellen Würfel, der ein Geheimnis birgt. Niemand weiß, was innerhalb des Würfels wartet. Doch alle User müssen am selben Würfel “hacken”, um zum Mittelpunkt zu gelangen.
Das Hacken erledigt man mit sogenannten „Pikes“, die es für 0,50 ct zu kaufen gibt. Das ist das Standard-Konzept. Doch Pikes kommen in verschiedenen – und preislich abgestuften – Ausführungen. Kein Witz: die Macher wollen auch eine Diamanten-Pike zur Verfügung stellen; für 50.000 US-Dollar.
Wer sich diesen Spaß leisten kann, der ist nicht unbedingt süchtig. Und doch würde es niemanden aus der Medienwelt wundern, wenn Curiosity zum absoluten Reißer wird.
22Cans versprechen sich zudem einen großen finanziellen Erfolg. Auf der E3 2012 wurde das Game erstmalig vorgestellt und einige Prognosen erstellt. Bis zu 2 Millionen Teilnehmer werden zu Beginn des Spieles erwartet – das sind schon mal eine Million Dollar Profit für jeden, der sich eine Standard-Pike kauft.
Dabei ist es durchaus fraglich, inwiefern die Freigabe für dieses Spiel auf dem Deutschen Markt einfach zu erlangen ist. Denn in seiner Essenz ist Curiosity ein Glücksspiel. Nur wer zuerst an den Mittelpunkt des Würfels kommt – zu einer unbestimmten Zeit mit unbestimmter Methode – entdeckt das Geheimnis, welches die Entwickler bisher niemandem verraten haben und wohl auch nicht werden.

Nur ein einziger kann dieses Geheimnis lüften. Das klingt schon sehr nach einer neuen Form des “Glücksspiels”, bei dem man einen zwar geringen Einsatz hat, aber doch ungewissen Gewinnchancen entgegen blickt.
Das Release Datum des Spiels wurde auf September 2012 verschoben, wahrscheinlich wegen der Beta.





Ein Glück gibt es auch ein Leben außerhalb der digitalen Welt. Das erlebe ich gerade als noch frischer Vater. Da hat man Abends eben nicht mehr die Zeit um nen Game auf der PS3 zu spielen oder nen paar Fotos/Videos zu bearbeiten. Da ist jemand der wirklich “Hilfe” braucht. Die Belohnung ist auch viel schöner..
Aber das ist nur meine persönliche Meinung.
Irgendwie erinnert mich das Spiel an die Million-Dollar-Page vor ein paar Jahren
Mit wenig Aufwand viel Geld scheffeln. Sollen sie machen, ich bin nicht am Start
Ja, der Sucht verfällt man schnell, vorallem wenn das Spiel spannend und fesselnd ist. An diesem Cube spiel finde ich jetzt garnichts spannend. Bin aber auch irgendwie nicht der Typ, der auf Glücksspiele anspringt