
Dieser Artikel stellt keinerlei Rechtsberatung dar, sondern ich beschreibe hier ausschließlich von mir selbst Erlebtes.
Anfang des Jahres 2012 erhielt ich eine Abmahnung, aber nicht wegen einem meiner Artikel, nein – ich wurde abgemahnt, auf Grund eines Kommentars eines Dritten.
Nicht das ich in Panik verfallen wäre, ich begann lediglich mich zu ärgern, dass mir für das, was ein Dritter schreibt, Kosten entstehen sollen.
Also nahm ich Kontakt zu unseren Rechtsanwälten auf und schnell wurde mir klar, jeglicher Ärger wäre umsonst. Statt dessen kann die gesamte Angelegenheit ganz in Ruhe betrachtet und sich entspannt zurück gelehnt werden.
Verstanden habe ich die Aussage unserer Rechtsanwälte so (ja, ich habe mir mehrere Meinungen eingeholt), dass ich als Blogger nicht für etwas abgemahnt werden darf, von dem ich keine Kenntnis habe.
Geholfen hat mir hier, dass meine Kommentarfunktion so eingestellt ist, dass nach einem ersten manuellen Freischalten eines Kommentars alle weiteren Kommentare dieses Users automatisch online gehen; ich also selbst gar keinen direkten Einfluss darauf mehr habe.
Jedoch sehe ich das nicht als Freibrief für jede Art Idioten, ihren Müll bei mir ab zu lassen, sondern eher als Komfort für meine 99,9% aller Leser, die konstruktive und interessante Kommentare bei mir auf dem Blog hinterlassen.
Selbst die Korrespondenz mit dem Abmahnanwalt habe ich vollständig selbst geführt. Daraus kann ich für mich ableiten, dass auch dafür nicht zwingend ein Rechtsanwalt aktiv zu werden braucht.
Fazit
Solange ich als Blogger keine Kenntnis von einem möglichen Verstoß habe – das war bei mir der Fall – und ich erst durch die Abmahnung von dem Verstoß erfahren habe – auch das war bei mir der Fall – und ich den Grund für die Abmahnung sofort entferne – auch das habe ich sofort erledigt – so bin ich auf der sichereren Seite.
Allerdings ist mein Erlebnis keine Garantie dafür, dass es bei euch auch so ablaufen wird. Auch ist wohl immer eine Betrachtung des Einzelfalles sinnvoll und angeraten und bei Unsicherheit sollte besser ein Rechtsanwalt hinzu gezogen werden.
Ich will euch damit nur sagen, nur weil ein Rechtsanwalt eine Abmahnung schickt, dass das noch lange nicht zu bedeuten braucht, dass diese Rechtens ist bzw. auch Bestand hat.
Schlussendlich habe ich keinerlei Unterlassungserklärung unterschrieben und auch keinerlei Geld – keinen einzigen Euro zu bezahlen brauchen.
Statt dessen habe ich einiges gelernt, vor allem eines: Nur weil eine Abmahnung ins Haus flattert, heißt das noch lange nicht, dass diese das Papier wert ist, auf dem sie gedruckt ist.


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